Altes Handwerk vielfältig und abwechslungsreich

Vielfältig und abwechslungsreich ist das alte Handwerk der Vergolder und Staffierer. Zentraler Aufgabenbereich dieses Berufes ist das Belegen von Bauteilen, Möbeln, Rahmen, Zier- und Einrichtungsgegenständen mit Blattgold und anderen (Edel)Metallen und das Bemalen von verschiedenen Oberflächen (Staffieren). VergolderInnen und StaffiererInnen vergolden Rahmen, führen die Neuvergoldungen von Möbeln, Leisten, Lustern, Uhren, Figuren, Kirchenaltären, Kirchturmkreuzen und Turmuhren durch und restaurieren bereits vorhandene Vergoldungen an Antiquitäten und Baudenkmälern. Dabei müssen unterschiedlichste Techniken beherrscht werden, wie etwa die Poliment-, Branntwein- oder die Ölvergoldung, aber auch Fertigkeiten wie die Verglasung von Bilderrahmen sowie Buchbinde- und Montagearbeiten. Staffieren, früher als Fassmalerei bekannt, bedeutet das Bemalen und Fassen von nicht vergoldeten Oberflächen. Dazu zählen unter anderem das Marmorieren, Holzimitation und Porzellanimitation. Handwerkliches Geschick, auch für filigrane Arbeiten, Gefühl für Ästhetik, Farben und Formen, Interesse für Baukultur und -Geschichte, gutes räumliches Vorstellungsvermögen, aber auch Teamfähigkeit bei der Zusammenarbeit mit Planern und anderen Handwerkern zählen zu den Voraussetzungen für diesen Beruf.

Mitgliedsbetriebe

Maria Birbamer Zott

Söll

Maria Birbamer Zott arbeitet mit der jahrhundertealten Technik der Polimentvergoldung bzw. Versilberung.